Anti Fun Faction
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Anti Fun Faction
aff electronica - Symposium '96
Funesis
Die Pest des Spassismus
The Pestilence of Funism
Funesis - Die Pest des Spassismus lautet das Thema der diesjaehrigen
aff-electronica. Das Symposium wird jenen aktuellen Moment der
*anti-spassistischen Revolution* beleuchten, in dem Spass in Politik
ueberfuehrt wird. Dabei wird das Symposion die allgemein unter dem
Titel "Spasspest" gefassten historischen Phaenomene wissenschaftlich
beleuchten. Die Entwicklung des Spassismus in OEsterreich ging in den
80er- und fruehen 90er-Jahren von der Wiener Stadtzeitung Falter aus,
von wo die Guten-Laune-Funktionaere Teile des Standard (vor allem die
Sportredaktion), des profil und des ORF unterwanderten. Aber auch
international laesst sich seit den 80er Jahren ein Trend zum Spassismus
beobachten, der zusammenhaengt mit der Universalisierung des
studentischen Humors infolge des Phaenomens der "Massenbohemisierung"
(Tobia Bezzola). Mit Beginn der *anti-spassistischen Revolution*
steht dieser Trend nun vor seiner Umkehr.
Geleitworte des Landesintendanten der AFF-Oberoesterreich:
Wir stehen in der Morgendaemmerung des anti-spassistischen Zeitalters.
Vor uns eine neue kulturelle Epoche. Um mit der anti-spassistischen
Zukunft in Wirtschaft, Bildung und Freizeit umgehen zu koennen, sind
Kompetenz, Bewusstseinsbildung und kritische Reflexion
Voraussetzungen.
Es gibt viele Gruende, die das Projekt Anti Fun Faction zu einem der
zur Zeit wohl interessantesten Vorhaben machen: Die Positionierung
als Kompetenztraegerin im Focus des oeffentlichen, wirtschaftlichen
und wissenschaftlichen Interesses. Die Verankerung in einem starken
kuenstlerisch, kulturellen Umfeld, gepraegt durch Symposion und Prix
AFF Electronica. Eine Identitaet, die weit ueber die Spassmoden und
kurzlebigen "hypes" hinaus tragfaehig ist. Die Zielsetzung ist klar:
Antispassismus und Revolution.
Fuer die AFF ist daher das Engagement an der aff-electronica ein
Zukunftsangebot an das Publikum und ein Leitstrahl in das naechste
Jahrtausend.
Die AFF-Landesintendanz Oberoesterreich
Oliver Marchart
